Führen statt Funktionieren - Als Führungskraft raus aus dem Frustjob, rein in den Lustjob

Robert Unger

#082 Wer entscheidet hier eigentlich? Mach Dein Team handlungsfähig!

27.10.2026 13 min Robert Unger

Zusammenfassung & Show Notes

Unklare Zuständigkeiten und das ständige Reagieren auf Zuruf kosten Dich als Führungskraft wertvolle Zeit und blockieren Deine wesentlichen Aufgaben. Häufig verschwimmen im Arbeitsalltag die Grenzen zwischen der reinen Information Deiner Mitarbeitenden, der echten Beteiligung und der vollständigen Übergabe von Verantwortung. Das Resultat sind Missverständnisse und fehlende Eigeninitiative im Team.

In dieser Podcastfolge betrachten wir die Stufen der Partizipation und Delegation im Detail. Wir klären die genauen Definitionen dieser beiden Begriffe und ordnen sie strukturiert in den Führungsalltag ein. Du erfährst anhand des Stufenmodells nach Wright und der sieben Delegationsstufen nach Jurgen Appelo, wie Du durch klare Rahmenbedingungen Deine eigene Arbeitslast reduzierst und gleichzeitig die Eigenverantwortung Deines Teams förderst. Wir gehen konkrete Beispiele durch, die Dir helfen, Dein aktuelles Führungsverhalten fundiert zu evaluieren. 

Hör jetzt rein und mach den nächsten Schritt vom Funktionieren ins Führen!

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Transkript

Herzlich Willkommen beim Podcast "Führen statt funktionieren". Muss du immer nur funktionieren? Hier bekommst du Strategien, wie du als Führungskraft mit Stress und Erwartungen umgehenlernst und mit Leichtigkeit vom "Funktionieren ins Führen" kommst. Dein Host ist Robert Unger, der dich als Business Coach und Mental-Trainer auf dem Weg vom Frustjob zum persönlichen Lustjob begleitet. Bist du bereit? Denn jetzt geht es los! Für den Stadt funktionieren der Podcast für Erführungskräfte im Hamsterrad oder die, die gar nicht rein möchten. Du bist den Folge 82 und den Folge 82 besprechen wir eigentlich zwei Dinge, die ich ganz spannend finde. Und diese zwei Dinge nennen sich Partizipation und Delegation. Am Ende der Folge habe ich hoffentlich gut genug erläutert, wie die Einordnung dieser beiden Begriffe stattfinden kann und wie sich dein Führungsverhalten aufgrund dieser Einordnung entweder verändern kann oder du im Mindesten zumindest eine Standortbestimmung hast im weitesten Sinne. Und ich muss zwei Dinge verrausschicken, bevor wir in die Inhalte gehen. Es wird inhaltlich eine relativ dichter Folge sein. Das heißt, wir können diese beiden Themen wirklich nur kurz erläutern. Ich kann nicht in die Tiefe gehen, aber ich verspreche euch, wir werden so diesen Themen noch weitere Folgen haben und etwas mehr in die Tiefe gehen. Und das zweite ist, ich bremfe diese beiden Themen. Ich finde die so spannend. Das waren in Wahrheit die Themen, die mich dazu bewogen haben, das Thema Coaching in mein Skillset mit aufzunehmen, in meinem Bauch laden mit aufzunehmen. Das sind die Gründe, warum ich mich entschieden habe, Coaching werden zu wollen. So, jetzt, lang genug herumgerätet, was ist Partizipation, was ist Delegation? Wieder einer meiner Lieblingsteile, wir sind bei den Definitionen. Also, worum geht's bei Partizipation? Wir kennen ja, das Wort ist mittlerweile in unserem Sprachgebrauch, Partizipation, Partizipieren. Es geht um aktive Einbindung von deinen Mitarbeiterinnen in einen Meinungsbildungsprozess, in einem Entscheidungsprozess und um- und in Lösungsfindungsprozessen. Das heißt, es geht darum, wie sehr involvierst du das Team an der Erarbeitung von zukünftigen Wegen? Delegation hingegen ein sehr verwandtes, aber nicht dekungsgereches Modell, ist die bewusste und vollständige Übergabe von Aufgaben, inklusive, der dazugehörigen Verantwortung unter finalen Entscheidungskompetenz. Wir alle kennen das, was für den Kräfte, wir delegieren Dinge an Mitarbeitenden. Du fragst, in welchem Ausmaß und vielleicht sogar ein ganze Teams. Wie können wir die Sachen voneinander abgrenzen? Partizipation beschreibt in gerade der Einbeziehung deiner Mitarbeiterinnen, deines Teams auf den Weg zu einer Entscheidung. Und Delegation, final ausgeführt in der vollen Schönheit, ist eine vollständige Verantwortungsübergabe an Mitarbeiter oder an Gruppen von Mitarbeitenden an Teams. Staaten wir mal mit der Partizipation. Wenn wir von, oder wenn ich jetzt von Partizipation redet, dann red ich dir von einem neuen stufigen Modell, dass der Gesundheitswissenschaftler Michael T. Wright mit seinen Kollegen im Jahr 2010 entwickelt hat. Wo es eben genau darum geht, den gerade der Beteiligung von den Zielgruppen an den jeweiligen Prozessen greifbar und messbar zu machen. Und gehen wir da mal ganz kurz drüber. Stufen 1 bis 2 ist nicht Partizipation. Als Beispiel, du legst fest, es wird eine Software eingeführt und informierst dein Team, lediglich per Mail darüber, dass es jetzt zu sein wird und wann der Starttermin sein wird. Vielleicht instrumentalisierst du deine Mitarbeiter nur indem du CBO machte, indem du Gespräche, die du mit ihnen fürst, nimmst und sagst, okay, ich habe mit dem gesprochen, ich habe mit der gesprochen, wir brauchen eine neue Software entschieden. Stufen 1 bis 2 ist nicht Partizipation. Stufen 3 bis 5 kommen wir schon in die Vorstufe der Partizipation. Also beim Beispiel der Software-Einführung, du fragst dein Team nach deinen Bedenken und nach deinen Wünschen, entscheidest aber selbst am Ende allein über das Finale. Produkt, das heißt, die Zielgruppe, deine Mitarbeiter werden wahrgenommen und informiert vielleicht sogar Befrag, aber sie haben keinen Einfluss auf die Entscheidung. Die Stufen 6 bis 8, da kommen wir in die Partizipation, da kommen wir in die tatsägliche Mitbestimmung und in die Übernahme einer gewissen Entscheidungskompetenz durch die Zielgruppe ist gleich durch deine Mitarbeiter. Am Beispiel wieder, eine Arbeitsgruppe aus deinem Team evaluiert beispielsweise zwei Software-Optionen und bestimmt am Ende gleichberechtigt mit dir über die Lösung ab, also auf Augenhöhe. Und die Stufen 9 geht dann über die Partizipation hinaus, wo die Zielgruppe ist gleich den Mitarbeitenden selbst, steuert und verantwortet, was am Ende der Entscheidung, am Ende des Entscheidungsprozesses rauskommt. Also wieder an dem bekannten Beispiel, das Team erkennt selbst ein Bedarf für eine neue Software, für ein neues Tool, vergleich den Markt, trifft Kaufentscheidungen und implementiert die Software eigenständig. Das Modell "Der Delegation" entgegen ist ein wenig jünger, sind 7 Stufen und wurde von einem Herrennamens Jürgen Apeldo im Jahr 2011 entwickelt im Rahmen eines Einsatzes für Management 3.0 und kommt ganz stark aus dem Agilenumfeld für alle, die noch nicht oder noch nicht sehr viel mit Agilität zu tun haben oder hatten. In Agilität geht es immer in der Endstufe selbst organisierte Teams, die ihre Aufgaben selbst organisiert und ohne Einfluss von außen erledigen können. Und dieses Modell hilft dabei, einerseits mal festzustellen, wie die aktuelle Lage ist. Wenn du, weil du jetzt sagst, du möchtest Agileteams haben, heißt es ja nicht, dass sie vollständig schon die komplette Entscheidungs- und Delegationskompetenz haben. Aber du kannst, wenn du Delegation-Proker verwendest, kannst du das sogar spielerisch verwenden, kannst du mal den Status "Gbofests" stellen und dann den Wickungstufen dahin geben. Also, wie gesagt, es sind 7 Stufen und in den Stufe 1 bis 3 liegt der Fokus noch auf der Führungskraft, weil da sind die Stufen verkünden, verkaufen, befragen. Also, du legst den Urlaubsplan alleine fest und teilst es deinem Mitarbeiter mit verkünden, verkaufen. Du hast die für eine Strategie entschieden und versuchst nun deinem Team mit guten Argumenten, die Überzeugung zu geben, dass es die richtige Entscheidung ist und befragen. Du hast du einen Entscheidung fortiert, du befragst dein Team zum Beispiel über das Sommerfest, aber am Ende liegt die Entscheidung. Also, bei diesen drei Stufen sind unterschiedliche Stufen der Delegation und eigentlich noch keine Delegation, der Fokus liegt auf dir aus Führungskraft. Es geht um verkünden, verkaufen, befragen und am Ende trifft immer du die Entscheidung. Stufe 4 ist der Kipppunkt sozusagen, denn ab hier herrscht gleichberechtigung. In Stufe 4 geht es um eine gemeinsame Konsensfindung auf Augenhöhe. Du diskutierst mit deinem Team verschiedene Arbeitszeitmodelle und bei einem Beispiel zu bleiben und ihr werdet gemeinsam einen Konsensenellösung finden. Wenn im Ende der Diskussion rauskommt, aber ich bin der Chef und wir machen es jetzt so, dann bist du bestenfalls wieder zur Stufe 3 zurückgehübt, wenn ich noch mehr, aber dann bist du nicht auf der gleichberechtigung. Das heißt, du musst gemeinsam mit deinem Team eine Entscheidung treffen. Und ab Stufe 5 bis Stufe 7 apier ist der Fokus auf deinem Team, apier ist der Fokus auf deine Mitarbeitenden, wenn es um die Entscheidung geht. Diese Stufe werden beraten, erkundigen, beziehungsweise vollumfängliches, delegieren genannt. Also beim Beraten, das Team plant das Projekt. Du bittest deine Einschätzung und Unterstützung an, die wir doch in Anspruch genommen wahrscheinlich, aber das Team, die Person trifft die Entscheidung selbst. Stufe 6 erkundigen, dass Team wählt einen Lieferanten aus, wenn es um eine Beschaffung geht und du als Führungskraft überlässt die Entscheidung, den befugten Personen und lässt sich anschließend über das Ergebnis informieren. Und Stufe 7, die Entstufe sozusagen, ist du überlässt die Entscheidung und den Weg dorthin, inklusive Budget, deine Mitarbeitenden, deinem Team und fragst nicht mehr nach. Es wird schon das Richtige sein. Und genau bei dieser Entstufe, wie ich sie genannt habe, bei dieser Stufe 7 wird vielleicht klar, warum du das nicht sofort von einem Tag auf den anderen einführen möchtest, wenn du zum Beispiel Agile fungieren möchtest. Bei dann hast du, wenn du vorher das Kopfmonopol warst und alle Entscheidungen gingen über deinen Schreibtisch und plötzlich nichts mehr, das kann einerseits deine Mitarbeitenden natürlich überfordern. Und es wird ganz sicher dich als Führungskraft überfordern, weil du plötzlich überhaupt nichts mehr weißt von deinem Unternehmen, von deinem Team, von deiner Organisation. Also das Ganze muss Schritt für Schritt passieren und ich finde solche Prozesse immer sehr sehr spannend und begleitet, die auch sehr gerne. Also, ich fasse das Ganze nochmal zusammen. Es geht um Partizipation, der aktiven Einbietung von Mitarbeitenden in Meinungsbildungsprozession, Lösungsfindungen und es ging um Delegation, um die bewusste vollständige Übergabe von Aufgaben inklusive dazu gehörigen Verantwortung. Partizipation kann man insgesamt einen neuen Stufen teilen, von der Nichtpartizipation über die Vorstufen, über die vollständige Partizipation und über die Partizipation hinaus. Während bei der Delegation haben wir sieben Stufen, wo bei den ersten drei Stufen der Fokus auf die Führungskraft liegt, Stufe 4 ist die Gleichberechtigung, Abstufe 5 bis Stufe 7 ist der Fokus auf die Mitarbeitenden. Abschließend würde ich dich bitten, dass du drei Fragen beantwortest und die kannst du entweder für dich beantworten und für dich behalten oder du kannst sie für dich beantworten und mir mitteilen oder du diskutierst das einfach mit deinem Team. Frage 1, wir sind bei der Delegation, auf welcher Delegationsstufe von 1 bis 7 befindenst du dich bei den Aufgaben, die dich aktuell zeitlich am meisten belasten. Also Fokus-Führungkraft, Augenhöhe, Fokus-Mitarbeitende. Frage 2, in welchen Bereichen verhaarst du noch in den Vorstufen der Partizipation, obwohl dein Team die Kompetenz für echte Mitbestimmung hätte? Frage 2, geht in Richtung Partizipation und trifft Entscheidungen noch selbst, befragst vielleicht und verredst dich mit deinem Team, aber den Schäden liegt bei dir, aber wo könnte vielleicht schon ein bisschen mehr sein? Und Frage 3, welcher konkrete Entscheidung wirst du in dieser Woche um mindestens eine Stufe weiter in Richtung Delegationsschieben und deine bevorzugte Stufe zu erreichen? Also wie weit gehst du aus deiner Komfortzone raus und deinem Mitterbeitenden und deinem Team mehr Entscheidungskompetenz zu geben? Ich lese dir für die drei Fragen noch mal im Schnelldurchgang, Frage 1, auf welcher Delegationsstufe befindenst du dich bei den Aufgaben, die dich aktuell zeitlich am meisten belasten? Frage 2, in welchen Bereichen verhaarst du noch in den Vorstufen der Partizipation, obwohl dein Team die Kompetenz für echte Mitbestimmung hätte? Und Frage 3, welcher konkrete Entscheidung wirst du in dieser Woche um mindestens eine Stufe weiter in Richtung Delegation verschieben um deine bevorzugte Stufe zu erreichen? Ich freue mich auf deine Rückmeldung, Informationen wie du mich erreichen kannst, findest du in den Schonot und ich sage viel Erfolg bei der Umsetzung und immer daran denken, führen ist wesentlich mehr als nur funktionieren. Das war eine Folge von Fühen statt funktionieren. Funktionieren. * Musik * Vielen Dank, dass du mit dabei warst. Ich hoffe, du konntest in einen oder anderen Impuls für deinen Führungsalltag mitnehmen. Auf der Webseite Smart73.com findest du weitere Informationen zu Robert's Arbeit und diesem Podcast. Und nun noch eine Frage an dich. Wie geht es dir, wenn du an deinen nächsten Arbeitstag denkst? Bekomst du schon "Magenkrempfe"? Wenn du als Führungskraft auf der Suche bist, nach neuen wirkungsvollen Strategien, zu mehr Leichtigkeit im Alltag mit deiner individuell perfekten Work-Life-Balance, dann sprich mit Robert. Buche einfach ein kostenloses und unverbindliches Info-Gespräch. Rufet dazu den Link in den Show-Nodes auf und buche das für dich passende Zeitfenster. Und denkt dran, Führung bedeutet mehr als nur funktionieren. Bis zum nächsten Mal und bleibt dir drei. Copyright WDR 2020